Vorsorgevollmacht & Patientenverfügung
Das selbstbestimmte Leben ist leider nicht immer gewähr-
leistet. Krankheiten oder Unfälle können zu wesentlichen
Einschränkungen der Selbstbestimmung führen. Man ist
plötzlich auf die Hilfe anderer angewiesen und kann nicht
mehr selbst für sich sorgen.

In solchen Situationen wünscht man sich eine Betreuung
durch nahe Angehörige oder eine andere Vertrauensper-
son. Was viele nicht wissen: diese nahe stehendenPerso-
nen sind nicht automatisch befugt, für den Betroffenen zu handeln. Es besteht sogar die Möglichkeit, dass eine frem-
de Person als Betreuer ernannt wird. Es ist daher angera-
ten, frühzeitig Bestimmungen zu treffen, die den naheste-
henden Personen ausreichende Handlungsvollmachten
einräumen.

Hinzu kommt, dass die Fortschritte in der Medizin heute
eine Verlängerung des Lebens ermöglichen, auch wenn
keine reelle Chance auf Heilung besteht. Die Einflussnah-
me durch den Patienten ist wegen seines Gesundheitszu-
standes oft nicht möglich. Ärzte und Angehörige sind un-
sicher, wie sie in solchen Situationen verfahren sollen.
Hier hilft es, frühzeitig zu dokumentieren, wie man sich
ein Sterben in Würde vorstellt, um behandelnden Ärzten
und Angehörigen Entscheidungen zu erleichtern.


Das rechtliche Instrumentarium für solche Vorsorgemaß-
nahmen besteht aus:

  • Generalvollachten
  • Vorsorgevollmachten
  • Betreuungsverfügungen
  • Pateientenverfügungen.
Vorsorgeurkunden können im Zentralen Vorsorgeregister
bei der Bundesnotarkammer in Berlin registriert werden,
damit sie gefunden und beachtet werden. Mehr als 1 Mio. Vorsorgeurkunden sind dort bereits hinterlegt.